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Quelle: "Freie Presse" vom 26.03.2004 Es ist zwar ein Zufall, aber der größte Erfolg des Klingenthaler Eishockeys in den letzten Jahren, der Gewinn der Sachsenmeisterschaft am 10. Januar, fiel fast mit einem historischen Datum zusammen: Am 14. Februar 2004 war es genau 50 Jahre her, dass in Brunndöbra das erste Eishockeyspiel ausgetragen wurde. Die Oldies des FEV, die Klingenthaler Panther, würdigten das Jubiläum bereits mit dem Turnier um den Erdinger Cup. Natürlich werden auch das traditionelle Abwintern am 8. April, 19 Uhr im Eisstadion und die Jahreshauptversammlung des FEV am 24. April, 18 Uhr im Zeichen des 50-Jährigen stehen. Anlass genug, einmal die Geschichte der Sportart in Klingenthal Revue passieren zu lassen. Erste Anfänge des Eishockeysports in Brunndöbra gibt es bereits am 26. Dezember 1932: Eine Kreisauswahl Sachsen besiegt den Berliner Arbeitersportverein mit 6:1. 1954: Meisterschaft der Sportvereinigung Motor in Klingenthal. Turnier mit vier Zwickau, Erfurt und Karl-Marx-Stadt-West gewinnt Ligavertreter Motor Treptow. Das ist der Ausgangspunkt für die Gründung einer Mannschaft in Klingenthal. Mit acht Spielern, die auch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Klingenthal II sind, wird der Anfang gemacht. 1958: Heinrich Hännl, ehemaliger Oberligaspieler bei Aufbau Schönheide, übernimmt das Training. Er baut an den Schulen in Klingenthal und Zwota Schülermannschaften auf. 1961: Die Männer schaffen den Aufstieg in die 1. Liga. 1962: Die Schüler belegen beim DRESPO-Turnier in Dresden unter 20 Mannschaften Platz 2. Der Klingenthaler Jürgen Schmutzler (Dynamo Berlin) spielt bei der Weltmeisterschaft in Stockholm (wie 1966 in Oslo) für die DDR. 1963: Die Schülermannschaft wird DDR-Meister der Natureismannschaften. 1965: Die Schüler belegen bei einem internationalen Turnier in Sokolov/Falkenau Platz 2 und spielen 2:0 gegen Svatava, 1:2 gegen Sokolov, 4:1 gegen Chodov und 2:0 gegen Kraslice. 1969: Die Männer belegen in der Ligameisterschaft Platz 2 hinter Turbine Boxberg. In der Staffel III setzt sich Klingenthal ohne Niederlage gegen Schönheide, Lichtenstein, Waldheim und Oberwiesenthal durch. Im Halbfinale wird gegen Zittau 4:2 und 8:2 gewonnen - im Finale unterliegt man 0:9 gegen Boxberg (mit den Ex-Nationalspielern Novy, Noack, Poindl, Schilden von Weißwasser). Boxberg spielt dann gegen Oberligaschlusslicht Karl-Marx-Stadt und verliert. 1970: Mit Lok Bilina ist erstmals eine Mannschaft aus der CSSR in Klingenthal zu Gast. Sie gewinnt knapp 6:5. 1976: Der Klingenthaler Heinz Pöhland (Dynamo Berlin) spielt bei der A-Weltmeisterschaft in Katowice für die DDR. 1977: Klingenthal belegt bei der DDR-Bestenermittlung, Gruppe B, den zweiten Platz. 1979: Monsator Berlin gewinnt das Turnier 25 Jahre Eishockey in Klingenthal" vor Halle, Klingenthal und Schönheide. Dynamo Klingenthal gewinnt die Meisterschaft der Gruppe B der Bestenermittlung und steigt in die A-Gruppe auf. Die Schüler gewinnen die Bezirksmeisterschaft vor Crimmitschau. 1980: Dynamo Klingenthal steigt nach Niederlagen gegen Crimmitschau, Monsator Berlin und Halle wieder aus der A-Gruppe ab. 1981: 400 Zuschauer erleben in Klingenthal einen 6:2-Sieg über Stadion Cheb. 1982: Dynamo Klingenthal gewinnt als erste DDR-Mannschaft ein Turnier in der CSSR. Im Finale setzen sich die Klingenthaler nach einen 5:5 gegen Roter Stern Kladno im Penaltyschießen 7:5 durch. 1984: Nach Niederlagen gegen Halle (3:5), Rostock (1:12) und Dresden (3:7) steigt Klingenthal aus der B-Gruppe ab. 1985: Nach Siegen über Hohenstein-Ernstthal (7:4) und Schönheide (4:3) sowie einer Niederlage gegen Crimmitschau II (2:6) qualifiziert sich Klingenthal für die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur B-Gruppe. 1986: Im Finale eines Turnieres in Kladno unterliegt Klingenthal der Firmenmannschaft Maskokombinat 5:6. Mit fünf Treffern wird Peter Meinhold als bester Torschütze ausgezeichnet. Im Kampf um den Aufstieg zur B-Gruppe gewinnt Klingenthal gegen Niesky 8:1. Im entscheidenden Aufstiegsspiel gegen Spartacus Berlin steht es nach Ende der regulären Spielzeit 5:5. Dann sind 24 Penaltyschüsse nötig, ehe sich Spartacus 10:9 durchsetzt. 1993: Nach hohen Niederlagen in der Sachsenliga wird die Mannschaft zurückgezogen. 1996: Klingenthal belegt in der Sachsenliga sensationell Rang 3, ist zwischenzeitlich sogar Tabellenführer. Zum Spitzenspiel gegen den späteren Sachsenmeister Bad Muskau (3:4) kommen 1200 Zuschauer. 1997: Weihe des neuen Kunsteisstadions in Brunndöbra. 2004: Mit einem 11:3-Sieg sichert sich der 1. FEV Brunndöbra gegen die ZSG Jonsdorf die Sachsenmeisterschaft. Anschließend nimmt er an der Relegation um den Aufstieg in die Regionalliga Ost teil - Ausgang noch offen. Von Thorald Meisel und Peter Janka |